Erstellen und Aufbau eines Nordic Walking Parks
18.01.2010
Wir durften dabei sein, als in Rumänien drei Nordic Walking Parks errichtet wurden. So packten wir unser Säckchen und machten uns im Toyota Land Cruiser auf nach Rumänien- genauer in das Bucovina Gebiet, inmitten der Moldauklöster.
Der Initiator und in diesem Fall auch die durchführende Kraft ist die Firma Kiefer & Partner aus Freiburg, die überall in Europa Nature.Fitness.Parks erstellt.
So packten wir unser Säckchen und machten uns im Toyota Land Cruiser auf nach Rumänien - genauer in das Bucovina Gebiet, inmitten der Moldauklöster.
Rumänien zeigt sich hier von einer ganz besonders hübschen Seite - der Oktober empfing uns mit Sonnenschein, angenehmen Temperaturen und einer malerischen Gegend, in der sich die Moldau durchwindet. Links und rechts die Kaparten, hier möchte man gleich bleiben!
Der nahende Winter drängt uns zur Eile und wir setzen uns bei unserem Ansprechpartner der Firma Kiefer & Partner in den Toyota Land Cruiser, um die erste Ortsbegehung vorzunehmen.
Wie entsteht ein Nordic Walking Park?
Zuerst werden Gebiete mit passender touristischer Infrastruktur ausgesucht. Das bedeutet eine Menge Telefonate und Schriftkram. Es müssen alle Wünsche und Details berücksichtigt sowie die Verträge ausgearbeitet werden. Nach Fertigstellung des Parks stellen die Partner wie Pensionen, Hotels, Sporthändler etc. und die Touristen-Center Leihausrüstung und Info-Material zum Nature.Fitness.Park zur Verfügung. Selbstverständliche stehen auch gut ausgebildete Trainer bereit. Dafür sind auch vorab schon einige Besuche notwendig.
Dann kommt der erste Teil des handwerklichen Ablaufs - die Strecken müssen ausgesucht, kartographiert, Höhenprofile erstellt, abgemessen und in Schwierigkeitskategorien eingeordnet werden.
Wir stoßen beim zweiten Teil dazu - die Auszeichnung der Parks.
[caption id="attachment_310" align="alignleft" width="150" caption="Einladungsbanner"]
Rumäniens Politik schein auf Tourismus abzuzielen. Die Stadtparks werden aufgehübscht, überall sieht man Pensionsschilder, die Häuser werden renoviert, wenn das mal keine schöne Einladung ist!
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- NFP Vatra Dornei
Der Geländewagen, ausgestattet mit verschiedenen GPS Geräten, exakt kalibrierten Wegstreckenzählern, einem Rallye Tripmaster, den man sonst nur auf der Dakar sieht, wird nun mit den restlichen Utensilien für den Tagesbedarf beladen und los geht´s. Eine Menge Papierkram liegt hier vor mir: Karten, Unterlagen mit Informationen, an welche Stelle welcher Markierungspunkt kommt, photographische Nachweise, Listen über Listen...
Wegpunkt suchen, Bohrer raus, Loch in den Boden bohren, mit dem Hammer den Pfahl in die Erde rammen, festtreten, Schild raus und am Pfahl befestigen, Foto machen, in der Liste vermerken.
Dieser Ablauf wird uns nun in den nächsten zwei Wochen in Fleisch und Blut übergehen. Dies war der erste Pfahl von der ersten Strecke - es sind hier 3 Parks und 17 Strecken.....
Immer wieder überwältigt uns die Landschaft mit ihrer Farbpracht im Herbst. Die bunten Moldauklöster laden zum Verweilen ein, doch schon geht es im Geländewagen zur nächsten Herausforderung.
Bei uns in Deutschland werden Geländewagen mehr als Einkaufsmobile eingesetzt- hier muss der Toyo zeigen, was er kann. Steil hoch und runter, Verschränkung, Wasserdurchfahrten- alles wird hier dem Wagen abverlangt. Zum Teil ist nicht klar, was mehr knirscht - der Wagen oder die Zähne der Mitfahrer, die versuchen, Angst-Laute zu unterdrücken...
Die Arbeit macht Spass, der Tag vergeht schnell, so werden die ein oder anderen Aufnahmen auch schon mal in der Dunkelheit gemacht. Hierzu benötigt man das Ausrichten des Toyos mit den Scheinwerfern zum Wegpunkt, eine ruhige Hand, oder den Selbstauslöser und ein Bauteil des Geländewagens als Unterlage für den Photoapparat.
Abends wird ordentlich eingekehrt und die Köstlichkeiten der rumänischen Küche verspeist, danach noch einen Tuica (hiesigen Pflaumenschnaps), jetzt aber ins Bett, morgen geht es wieder früh los.
Die zwei Wochen gehen viel zu schnell vorbei, wir könnten hier noch Geschichten erzählen, die diesen Artikel sprengen würden, ich kann nur sagen - es ist eine Reise wert und es hat viel Spaß gemacht - vielen Dank der Nature.Fitness.Park- Crew. Wir hoffen, Euch hier in der Bucovina auch mal auf den Tracks zu sehen - es lohnt sich!!


















