Ein harter Fussmarsch
01.04.2010
Der Frühling kommt bestimmt- wir gingen diesem entgegen.
Schlechtes Wetter, ein paar Tage frei und die Frage wann kommt der Frühling?!Dies reichte uns um die Glotze anzuschalten und nach folgenden Stichworten zu googlen: Flug- Süden- morgen- billig. Am nächsten Tag saßen wir im Zug nach Stuttgart zum Flughafen.

Auf Krk(nein kein schreibfehler) angekommen unterwieß uns Aaron, ein bald berühmter Künstler, in die Sitten und Gebräuche des Landes Croatien ein. Also nicht lange fackeln, ab in den Nachtbus die Küstenstrasse entlang in Richtung Süden. Morgens um 6 Uhr in Split raus aus dem Bus und über den Markt schlendern, der sich gerade vor uns aufbaute. Bis zur Fährabfahrt hatten wir noch Zeit die Stadt kennenzulernen. Ja, da kommt Urlaubsstimmung auf. Unter Palmen im Hafen ein Eis genießen. Sehr empfehlenswert!
Jetzt aber genug gefaulenzt. Auf in den Kampf, auf den Katamaran und nach 1,5 Stunden
auf der Insel Kocula aussteigen. Weiter ging es nun wandernt über die Insel. Schnell schoß dann die Feuchtigkeit aus allen Poren, da das Wandern bei den Croaten nicht an vorderster Stelle steht und somit die Wege sehr steinig und von Pflanzen überwuchtert sind. Mit Sonnenstich und zerschundenen Beinen erreichten wir unseren Zielort. Der Bus wartete und wir entschlossen uns schnell, ob des Donnergrollens im Rücken und schmerzenden Knien, den Rest des Weges mit diesem Verkehrsmittel hinter uns zu legen.Croatien das Land der tausend Inseln- also wieder rauf auf das Boot und weiter geht´s.
Folgend fuhren wir mit dem Bus des Tages die Küstenstraße in Richtung Norden umfür ein leckeres Fischabendessen in Rijeka einen Stopp zu machen, dann aber eiligen Schrittes nach Pula zum dritt größten Colluseum der Welt zu fahren.
Genug der Geschichte- die Geier rufen! Auf Insel Cres leben noch die letzten Gänsegeier.Diesen Anblick wollten wir uns nicht entgehen lassen. Mit der Fähre übergesetzt und dann zu fuß von 0m auf 564m in die Höhe. Ob die Geier uns die Entkräftung schon ansahen, zumindestens ließen diese nicht lange auf sich warten und kreisten zu mehreren ständig über uns.
Ergriffen von diesem Anblick, knurrte aber auch uns der Magen und wir
beschlossen den Finger in die Luft zu halten. Des Weges kam ein Pössl mit bayrischer Besatzung und lud uns zu einem Abstecher in den Ort Beli ein. Dieser malerische Ort befindet sich inmitten des Naturschutzgebietes und sogut wie keine Infrastruktur. Also, ein Traum! Abends wurde uns fangfrische Meerefrüchte serviert, wir durften bei einer Rettungsaktion dabei sein, indem sich ein Geier in einem Fangnetz der Fischer verstrickte und zu ertrinken drohte und hatten mit unseren neuen Freunden eine schöne Zeit.Jeder Traum hat ein Ende und so zogen wir am nächsten Tag in die Hauptstadt der gleichnamigen Insel um uns nach der Fährmöglichkeit nach Krk und dem Ende unserer Reise zu erkundigen.

Cres ein ehemaliges Fischerdorf mit kleinem Hafen, ist heute nun dem T(err)ourismus nicht verwehrt geblieben. So ließen auch wir uns in den Bann der Trödelläden und Marktschreier ziehen. Dessen bald überdrüssig, suchten wir heil in der Religion und schlugen unser Nachtlager hinter einer kleinen entlegenden Kirche auf.
Eine Fähre später brachte diese uns zurück zum Anfang, nach Rijeka. Bis zum Rückflug hatten wir noch ein paar Stunden zum Verweilen in dieser Stadt.
Ein schöner Kurztrip mit hohem Erholungswert, kleinem Gepäck und vielen schönen Impressionen.




